Der Hund 

 

 

Der Hund ist allen Menschen gut als Haustier bekannt und über aus seiner Qualitäten geschätzt. Er ist nicht nur ein treuer Begleiter und Beschützer sondern wird abgerichtet als Blindenhund, zur Jagd, als Rettungshund, für die Polizei, als Wachhund und Hütehund. 

Als Begleiter für den Menschen stellt der Hund sich nicht nur als Schutz zur Verfügung, sondern macht darauf aufmerksam, was im Leben wirklich zählt. Der Hund zeigt uns Menschen mit seiner Treue und Loyalität, es ihm gleich zu tun und sich selbst treu zu sein. Manchmal bedeutet es gleichwohl, anderen untreu zu werden und sich von ihnen zu trennen. Damit verbunden ist eine Aufrichtigkeit mit sich und anderen. Hat der Hund den richtigen Begleiter Mensch gefunden, ist er in seiner Treue ein bedingungslos Liebender. Er verbindet sich auf der Seelenebene mit dem Menschen und nimmt ihn so an, wie er ist. Nehmen wir uns oder andere Menschen so an, wie wir oder sie sind? Zuerst ist es entscheidend, uns selbst in unserer ureigensten Form und dem, was jetzt ist, anzunehmen und zu lieben. Hunde haben dafür ein ein sehr feines Gespür. Entwickeln wir in uns durch das Vorbild des Hundes ein Gespür für andere Menschen. Vor allem geht es darum, mit welchen Menschen wir uns umgeben, welche davon uns gut tun und uns in unserer Entwicklung fördern und unterstützen. Dort können wir eine neue Herzqualität entwickeln, uns öffnen und Liebe zeigen.

Wenn wir unseren Spürsinn erwecken, schaffen wir uns eine Möglichkeit uns bisher unbekannten Dingen auf die Spur zu kommen. Unser Horizont kann sich erweitern oder wir finden neue Betätigungsfelder, Hobbys oder Freunde.

Hunde bewegen sich gerne und vor allem in der Natur. Sie möchten dich dazu einladen, dich körperlich fit zu halten und in der Natur deine Sinne zu öffnen und dort aufzutanken. So bleibt die Verbindung und der Kontakt mit Mutter Erde und allem Leben überhaupt erhalten.

Das heißt ebenso in Kontakt mit sich selbst zu sein. Der Hund kann uns lehren, sich selbst besser zu spüren, seine Gefühle zu zeigen, sich in seiner eigenen Form auszudrücken und dabei zu sich selbst zu stehen. 

Eine Ausdrucksform des Hundes ist seine Verspieltheit. Lernen wir wieder wie die Kinder unbeschwert und frei zu spielen. Das Leben schleudert uns oft genug und zu schnell in die Ernsthaftigkeit zurück. Bringen wir wieder mehr Spaß und Freude in unser Leben. Schauen wir uns um, was uns erheitert. Gibt es vielleicht neue Freizeitaktivitäten, die uns mehr Heiterkeit ins Leben bringen? Die Heiterkeit bringt als Partner die Leichtigkeit mit, das Leben wird entspannter und mehr Lebensfreude hält Einzug. Bekanntlich erhält es uns gesünder und länger am Leben.

 

Gehen wir heraus aus der Einsamkeit. Der Hund ist ein geselliges Tier. Er hält nicht nur zu seinem Besitzer Kontakt, sondern durch ihn kommen wir oft ins Gespräch mit anderen Menschen. Er lässt uns erkennen, wie wir auf anderen zu gehen oder wie begegnen uns die anderen. Wir können mit jeder Kontaktaufnahme wachsen. Es kann sein, dass wir diejenigen sind, die andere aus ihrer Einsamkeit holen und menschliche Nähe bieten und zulassen.

Weitere wichtige Eigenschaften des Hundes wie Ausdauer und Demut wollen uns darauf aufmerksam machen, wie es bei und damit bestellt ist. Wie weit haben wir diese Qualitäten ausgebildet? Ein Blick nach Innen und ein Innehalten, um im Hier und Jetzt anzukommen können dabei hilfreich sein. 

Hunde stehen nicht nur den Menschen zur Seite, sie sind genauso fürsorgliche und liebevolle Eltern. Ist das ein Hinweis darauf, selbst die Elternschaft einzugehen? Wo möchten wir fürsorglich und liebevoll angenommen werden? Doch da gilt es wieder, selbst sich zuerst anzunehmen und gut für sich zu sorgen. Wie ein Wachhund Grenzüberschreitungen zu erkennen und sein Territorium zu schützen und sein Gelände abzustecken. Einen guten Instinkt für seine Umgebung und den Mitmenschen, um in Wahrhaftigkeit der eigenen Person treu zu sein, um es sich selbst es nicht schuldig bleiben zu müssen. Erst wenn man sich selbst in einer stärkenden nährenden Form befindet kann man sich als dienende Kraft mit tiefen mitfühlenden Verständnis zur Verfügung stellen. Selbst in der Position der eigenen Elternschaft gilt es seinen Kindern das Glück, die Freude und Gesundheit vorzuleben. Dann können die Kinder sich erlauben den Eltern es gleich zu tun und leben es ihnen nach. 

Vielleicht bin ich schon ganz gut in der Kraft und für mich gilt es die andere Seite der Medaille zu betrachten, die die dienende Position darstellt. Ich wende mich in liebevoller Fürsorglichkeit anderen hilfebedürftigen Menschen zu. 

Der Hund ist ein mutiges Tier. Wie sieht es mit unserem Mut aus? Zeigen wir ihn schon dort, wo es nötig ist? Mit Mut und Liebe unseren eigenen Lebensweg zu gehen, ist das Beste, was wir von unserem Krafttier lernen können.

Der Hund ist nicht nur ein liebevoller Begleiter. Er ist nichtsdestotrotz ein Hüter der Schwelle, der Wächter zur Anderswelt und mit seinem Spürsinn für das Feinstofflich ein Heiler für die verletzten Seelen. Das spüren viele Menschen schon unbewusst und sehen ihren Hund als ein vollwertiges Familienmitglied an. Darin erkenne ich Miguel wieder, die sich bei der Zubereitung des Heilwassers unaufgefordert zu mir gesellte. Es war jedes Mal ein wunderbares Gefühl, sie an meiner Seite zu wissen.

 

Wort und Bild: © Inga Dorit Fischer