Eine Reise durch die Chakren 

 

Inselauszeit Teil 1 

Ankommen 

Eine Auszeit von den Lebensumständen und seinem vertrauten Umfeld von über einem Monat, mit gemeinsamer Zeit von Begegnungen von Menschen, mit denen ich schon gemeinsam meinen Weg ging und gehe, geht jetzt zu Ende.
In den Nordosten Mallorcas einzutauchen, war nicht nur ein Ansinnen in einer wunderbaren magischen Natur Urlaub zu machen. Dieses Fleckchen Erde bietet mir nicht nur mit seiner vielfältig gestalteten Natur mit seinem rauschenden Meer, umgeben von Sandstränden, Felsenklippen und Gebirgszügen auf denen sich die Bäume zu Gruppen oder ganzen Waldstücken formieren, eine Möglichkeit Urlaub zu machen. Hier fühle ich mich an meinen Lieblingsplätzen verbunden, gehalten und eins, mit dem was und wie es ist. 
In der ersten Woche hatte ich Zeit mich einzugewöhnen, drei entspannte Tage mit meiner Freundin zu verbringen und mich einzustimmen auf die zwei darauf folgenden Wochen, die ich in einer Gruppe verbringen durfte. 
Diesmal hatte ich nicht wie in den vergangenen fünf Jahren insgesamt 10 Teilnahmewochen die Wunderwochen gebucht.
Die Zeit im Oktober auf Mallorca ist seit 2013 eine wichtige Zeit mit vielen Erfahrungen, die mich kleine und große Wunder haben sehen lassen, aber auch heftige, intensive Herausforderungen mit sich brachten auf unterschiedlichen Ebenen. (doch davon berichte ich ein anderes Mal)
2013 war für mich ein Jahr, in dem für mich sich der Beginn eines neuen Lebensabschnittes begann, was ich heute im Rückblick feststelle. 
Im September 2013 fand ich das erste Mal den Weg in den Nordosten Mallorcas zur Finca S’Heretat, die für mich ein besonderer Ort von da an geworden ist mit ihrer ganzen Umgebung und ein wichtiger Teil meines Lebens ist. 
Dort erlebte ich viele große und kleine Wunder, deren Möglichkeiten mir in meinen kühnsten Träumen nicht in den Sinn gekommen wären.
Darüber habe ich ein Buch geschrieben, noch unter dem Namen Dorit. Darin beschreibe ich diese meine kleinen und großen Wunder und inneren Prozesse während dieser Zeit. 
Doch zuvor hatte ich 2007 mein erstes Buch herausgegeben, in dem ich mich mit dem Thema Trauer befasst habe und Möglichkeiten der Bearbeitung reflektierte, gepaart mit Gedichten und Fotos. (beide Bücher sind gerne bei mir zu erwerben)
Da lange Texte immer nicht so belesen werde, beende ich heute hier meinen ersten Gedankenausflug.
Eure Inga

Neue Wege

Neue Wege gehen, alte verlassen, 
loslassen, annehmen, was ist,
um Neues zu platzieren und frei zu sein
von Altem, dass im Herzen seinen Platz hat.

Als ich fortging in das Neue hinein,
kam ein Sturm auf und warf mich nicht um,
ich hielt stand und warf ab den Ballast,
dem Wind übergebend mit sich fort zu nehmen.

Nichts ist unendlich, also nutze ich die Zeit,
zu gehen Schritt für Schritt mehr und mehr
in mich hinein, dass ich kann wahrhaftig sein,
meinen Platz einzunehmen in Angemessenheit.

Auch wenn ich mal bin schwach und klein,
gibt es immer wieder einen Weg,
der mich bringt in meine Stärke und Kraft hinein,
die sinnvoll wollen auf der Erde gelebt sein.

Ich weiß, dass ich es kann,
so sehe ich mit Zuversicht und Vertrauen
in meine Zukunft würdevoll hinein,
lasse fließen, das was zu mir kommen kann.

© Inga Fischer

Inselauszeit Teil 2


Cala Ratjada / Capdepera


Die beiden Kleinstädte, die fließend ineinander übergehen lässt sie als eins erscheinen, auf der größten Insel der Balearen Gruppe, auf Mallorca. Die Amtssprachen sind Katalonisch und Spanisch. Mallorca, zu Spanien gehörend und dessen größte Insel, ist eine autonome Region.
Das Klima zählt dort zu den typisch mediterranen. Milde und regenreiche Winter sowie heiße und trockene Sommer werden angetroffen. Bei 17 Grad Celsius liegt die durchschnittliche Jahrestemperatur. Schnell klettern im Sommer die Temperaturen auf über 30 Grad Celsius und in angenehmen Wintern können wir mit meist 14 bis 18 Grad Celsius rechnen, aber auch mal mit 5 Grad Celsius.
Die beiden Gemeinden findet man nicht nur im Nordosten Mallorcas, sondern sie sind auch die nordöstlichsten Städte der Region Llevant. Cala Ratjada, die an der Küste liegende Kleinstadt, ist auf vielfältige Weise interessant und dort befindet sich auch der Leuchtturm.
Capdepera ist ein Kleinod, die im Jahre 1300 auf Befehlt des Königs Jaume II., der Gerechte, erbaut wurde. Die durch Blumen geschmückten Natursteinhäuser und engen Pflastergassen, geben die Struktur der Stadt wieder und macht sie zu einem kleinen idyllischen Ort. Die Stadt lädt zum Bummeln in die Geschäfte, Cafés und Restaurants ein.
Sei dem 17. Jahrhundert verfügen die Bewohner über einen Hafen. Die nun angesiedelten Fischer fingen unter anderem Langusten und Rochen, die ratjadas.
An der mit teilweisen hohen felsigen Steilhängen, zahlreichen flachen Buchten sowie endlosen weißsandigen Stränden gespickten Küste, kann jeder seinen besonderen Ort zum Verweilen, Baden und Erholen finden. Aber auch unter Wasser, sich den Meeresgründen zuwendend, können die spektakulären dichten Poseidonia-Felder und die kunterbunte Fauna bewundert werden. 
Die Natur ist Türöffner zu verborgenen Kräften und Energien mit ihrer bemerkenswerten großen morphologische Vielfalt.
Mitte des 19. Jahrhundert erbaut, empfiehlt sich der Leuchtturm als einen besonderen Ausflugsort von dem aus das gesamte Tal überblickt werden kann. An besonders klaren Tagen ist in der Ferne die Nachbarinsel Menorca auszumachen. Ein herausragendes Naturschauspiel kann den Frühaufstehern der Sonnenaufgang bieten.
Verschiedene Wandertouren sind im Angebot, die durch die Gemeinden Capdepera und Cala Ratjada zu Fuß oder mit dem Auto führen. 
Sport und Fitness werden ebenso groß geschrieben. Unterschiedliche Möglichkeiten bieten sich außer dem Joggen, Tauchen und Schwimmen, das Wandern, das Golfspiel und das Fahrradfahren.
Eine kulturhistorische Sehenswürdigkeit ist das Castell de Capdepera, die verbliebenen Gebäude und Befestigungsanlagen des ehemaligen Wehrdorfes aus dem 14. Jahrhundert. Das dreieckig angelegte Castel befindet sich auf dem 159 Meter hohen Puig de Capdepera. Diese Anlage ist die am besten erhaltene und beeindruckendste Festung ganz Mallorcas. Die auf felsigen Hügeln ummauerte Burg diente den Siedlern der Umgebung als Zufluchtsort vor Piratenangriffen. Sie wurde aufwendig restauriert und kann besichtigt werden. Von den Türmen hat man einen herrlichen Blick in die landschaftlich schöne Umgebung.
Das Leben und die Wirtschaft änderte sich drastisch mit der Touristenbranche. Bisher waren die Landwirtschaft und das Zwergpalmenhandwerk (LLata) von großer Bedeutung.
Wer seine Sinne offen hält spürt den Zauber der Gegend und wird sie lieben lernen, so wie ich es tat.
In diesem Jahr war ich das sechste Mal im Oktober in dieser Region und erlebte große Veränderungen vom Wetter und deren Auswirkungen in der Landschaft. Doch davon erzähle ich im nächsten Teil meiner Rückschau.


© Eure Inga  

Inselauszeit Teil 3


Stürmische Zeiten


Ich habe jetzt das sechste Mal im Oktober in Mallorca im Nordosten die Insel besucht.
In der gesamten Zeit hatte ich noch nie so eine Wetterlage wie in diesem Jahr erlebt. Bisher war ich dort immer zwei bis fünf Wochen anwesend. 
Regengüsse und Sturm kannte ich in dieser Zeit nicht. Wenn es mal geregnet hat, war es ein Tag, ansonsten herrschten dort in der Mehrheit sommerliche Temperaturen, die zum Baden, Sonnen und ausgiebigen Wanderungen eingeladen haben. 
Doch diesmal war alles anders, nicht nur vom Wetter her, aber dazu später. 
Zweimal erlebte ich dort Unwetterkatastrophen, eine bei der ich selbst in einer Gruppe mit dem Fahrrad unterwegs war und wir das Naturschauspiel direkt vor Augen hatten und buchstäblich hineingefahren sind. Eine schwarze Wand durchdrungen mit Blitzen begleitet von Donnergrollen stand vor unseren Augen und wir wurden durch die Entleerung der Wolken, die bis tief in die Nacht hineinreichten, durchtränkt vom Weinen des Himmels. Wir hatten das Glück, dass wir in der Zeit nicht in Gefahr waren und feststellen konnten, dass das Einschlagen der Blitzte sich von uns in einem gebührenden Abstand befand. 
In den Medien wurde, die ich in dieser Zeit nicht verfolgt habe, ausgiebig darüber berichtet. Wir bekamen alle Anfragen, ob es uns gut gehe von unseren Freunden und Angehörigen.
Doch die Zerstörungen hatten ein großes Ausmass und es mussten menschliche Opfer beklagt werden. Daran hatten wir auch Anteil. Wir wurden Zeuge menschlichen Leids durch den Verlust eines geliebten Menschen.
An einem Morgen gingen wir mit der Gruppe zum Sonnenaufgang an das Meer, um dort ein Ritual im Rahmen unseres Seminars zu machen. Im Dunkeln sahen wir einen jungen Mann mit einer Taschenlampe den Schlamm und die angeschwemmten Sachen abzusuchen. Das ist dort nicht ungewöhnlich, weil es immer mal „Schatzsucher“ vorzufinden gibt an den frühen Morgenstunden. Dieser junge Mann sprach uns jedoch an und teilte sich uns mit, dass er sein Kind suche. Wir schlossen ihn in unseren Kreis, Gedanken und Gebeten ein. Nach zwei Tagen erfuhren wir, dass das Kind gefunden wurde und eines der Todesopfer der Insel geworden war. Das machte uns sehr betroffen und erschütterte unsere Herzen und unsere Seelen und wirkte sich in unseren eigenen inneren Prozesse aus, die noch einmal verschüttete Dinge zum Vorschein brachten. Mögen die gegangenen Seelen gut zu „Hause“ angekommen sein und die Menschen, die sie betrauern gute Begleitung haben, gehalten sein und ihr Leben trotzdem gut meistern.
Die Auswirkungen zeigten sich auch auf Mutter Erde, die mit den vielen Wassermassen, die in den fünf Wochen, die ich anwesend war, zu kämpfen hatte. Das Meer nahm sich mit seiner Kraft und der Wucht des Sturmes ein Stück des Strandes, wütete an den Felsen, die ihre Form schneller als sonst veränderten und wühlte den Meeresboden auf und man konnte in den sich heftig überschlagenden Wellen, den aufgewühlten Meeresboden umwälzen sehen. Das Meer mutete wie ein verletztes Tier an, dass seiner Wut, seinem Schmerz und Unverständnis maßlos Ausdruck verlieh. 
Es ist eine heftige Zeit der Bewegung, Veränderung und umwälzender Prozesse auf unserer Erde, was auf allen Ebenen zum Tragen kommt. 
Schauen wir achtsam hin im Außen wie im Inneren. Was macht das mit uns? Wie bewegen wir uns und was sind wir selbst bereit, dazu beizutragen, die Erde mit ihren Bewohnern in eine gute Balance zu halten, sich den Prozessen zu stellen?


© Eure Inga

Inselauszeit Teil 4


Erste Inselwoche


Ich habe das große Glück und die Freude, eine Freundin seit fünf Jahren zu haben, die auf der Insel lebt. Wir haben beide gemeinsam viele gemeinsame Herausforderungen und heftige Prozesse und Lebensbewegungen mit einander gelebt, erfahren und bewältigt. Aus meiner persönlichen Sicht sind wir beide aneinander gewachsen, haben viele schöne Momente, Stunden und Tage erlebt und sind gemeinsam einen Weg gegangen, darin eingeschlossen, dass jeder für sich auch seinen Weg, der manchmal ein wenig anders ist als der des anderen, beschritten und für sich und sein Leben das Beste hervor brachte und noch bringt.
Ich möchte hier einmal Danke sagen für all die Erfahrungen, die ein fester unvergesslicher Bestandteil meiner Biografie geworden sind. Danke von Herzen.
In der ersten Woche hatten wir drei wunderbare Tage gemeinsam verbringen können in Ruhe, für mich ein Ankommen auf der Insel, mit Gesprächen, die mir immer wichtig sind, wo es in die Tiefe geht und mal ganz triviale Dinge angesprochen werden, in der Natur und und und.
Dann hatte ich mehrere Tag für mich allein, in denen ich mich sammeln konnte und auf die beiden bevorstehenden Seminare seelisch und moralisch vorbereitete.
Dieses Gebiet im Nordosten Mallorcas ist mir eine Heimat mit seinem Klima, seinen magischen Naturphänomenen, seiner historischen Vergangenheit und vieles mehr. 
Mir war es wichtig, dass ich mich wieder mehr in der Natur bewege und körperlicher fiter werde, als es mir zu Hause gelingt, um dies in meiner Alltagswelt ein wenig in Deutschland mitzunehmen. 
So wanderte ich in die Natur mit und ohne Trommel, um meine inneren Reisen zu machen, lief meine Lieblingswege ab in der unmittelbaren Umgebung von Meer, Strand und Berge. Ich genoß die Sonne trotz der stürmischen Bewegungen des Wetters, wo es zu dieser Zeit noch nicht so oft und viel geregnet hat. 
Für eine gute Balance zwischen körperlicher Betätigung und Ruhe, schaffte ich mich wieder einmal meiner Homepage zu widmen, was mir Vergnügen bereitet.
Ein wichtiger Bestandteil sind die Spaziergänge zum Sonnenaufgang oder Untergang am Meer oder dort in der Dunkelheit einfach nur in den Sternenhimmel zu schauen und bei den herabfallenden Sternschnuppen mir einfach etwas zu wünschen. 
Ich hatte im Flieger ein Buch angefangen zu lesen, das mich fesselte und deren Geschichte mich bewegt und so weiter gelesen sein wollte. Worüber ich mich sehr freute, ich schaffte auch wieder mehr zu meditieren.
Dann war auch schon die Zeit gekommen, meinen Koffer wieder einzupacken und die Wohnung gegen ein Apartmenthotel einzutauschen, das unser Seminarort sein sollte. Zum Glück war es gleich um die Ecke und ich konnte dort gut meinen Koffer hin rollen in gespannter Erwartung einer neuen Lebenszeitbewegung, von der ich euch beim nächsten Mal berichte.


© Eure Inga

Inselauszeit Teil 5


Ankommen beim Seminar - Bewegungs - Spiel - Raum -


Ich rolle meinen Koffer in freudiger Erwartung auf das Seminar den Berg hinauf.
Ich hatte mich gut auf die Zeit vorher gut eingestimmt und vorbereitet. So freute ich mich auf das Zusammensein in einer kleinen, fast familiären Gruppe, auf das gemeinsame Gehen, die Aktivitäten und den inneren und äußeren Bewegungen und und und. 
Ich nahm nun schon das dritte Jahr daran teil, konnte deren Entwicklung der Veranstaltung mit erleben, an den Veränderungen teilhaben und selbst ein Teil von Anfang an davon sein.
Für mich ist das Gesamtkonzept wichtig wie auch einzelne Teile. Dass ich mich gerne in der nordöstlichen mallorcinschen Umgebung sehr wohl fühle und für mich schon ein fester Bestandteil meines Lebens auch außerhalb von Seminaren geworden ist, habe ich ja schon berichtet und was es ist. 
Ich möchte doch einige Dinge herausheben, wie zum Beispiel das Yoga. Ich praktiziere es selbst schon 18 Jahre allein und in Gruppen zu Hause, wozu für mich auch das Meditieren, die Entgiftung, Atemübungen, Massage und die Ernährung eine Rolle spielen und nicht nur die Asanasübungen auf der Matte. So hatte ich dies täglich und es war mehr als einmal in der Woche meine Yogagruppe, die zu Hause in Deutschland in der Zeit ohne mich sich traf. 
Ich entdeckte das Yoga für mich 2000 auf einer speziellen Messe, bei der es nicht nur theoretisch vorgestellt wurde und wusste sofort, dass das meins ist. 
Wenn mich etwas so anspricht, verfalle ich immer in Aktionismus. Das heißt, ich mache mich kundig auf verschiedenen Ebenen. Damals kaufte ich mir Bücher darüber und praktizierte es allein in meiner Wohnstube und war begeistert, welche überraschend unterstützenden Auswirkungen es für mein Leben hatte. Zu dieser Zeit hatte ich schon eine Phase, in der es mir gesundheitlich und energetisch nicht gut ging. Ich kam zur Ruhe und gleichzeitig fühlte ich mich vitaler, damit auch beweglicher obwohl ich schon immer sehr gelenkig war. Die Meditation zentrierte mich und mein Geist war klarer, wobei sich die Meditation über die Jahre veränderte und das was sich dort alles zeigte. Es ließ mich meine Lebensaufgaben zu dieser Zeit besser bewältigen und tut es heute noch. Es gab Zeiten, die sich über Monate hinwegzogen, wo ich täglich es schaffte, mir diesen Raum immer wieder zu eröffnen. Auch das veränderte sich und es war gut, dass durch einen Zufall, den es ja nicht wirklich gibt, ich zu einer Gruppe fand, deren Mitglied ich heute noch bin, auch wenn sie sich in Anzahl der Mitglieder verändert hat.
Aber erst einmal zog ich in das Apartment - Hotel ein, bekam ein schönes Apartment mit einer riesigen Terrasse und eine ruhige Teilnehmerin, die im Nachbarzimmer untergebracht war. Das ganze Apartment ist größer als meine Wohnung und so war äußerlich viel Raum um mich. Die beiden Schlafzimmer sind jeweils mit zwei Betten ausgestattet und in der Wohneinheit gibt es zwei Bäder. Jeder hatte also ein eigenes Zimmer, wobei ich es nur als Ankleidezimmer nutzte. Ich liebe es im Freien zu schlafen und so nutzte ich die Couch auf der winkligen Terrasse, um dort zu nächtigen in großer Freude. 
Das schön eingerichtete Wohnzimmer mit einer offenen Küche, welches viel Raum bot, wurde aus verschiedenen Gründen gar nicht so sehr genutzt. Einmal, weil wir außerhalb Essen waren, wir also uns nicht selbst versorgen mussten, was mir sehr angenehm war und zum anderen wir viel unterwegs waren und auch einen Gemeinschaftsraum außerdem hatten.
Nun habe ich heute erst einmal mehr von den äußerem Begebenheiten berichtet und komme dann beim nächsten Mal mehr zu inhaltlichen Dingen.

© Eure Inga

 

 

Inselauszeit Teil 6


Erstes Zusammentreffen in der Gruppe


Koffer sind ausgepackt und die Blumen, die wir zur Begrüßung bekommen haben, sind an einem guten Platz. Die Freude über ein kleines Begrüßungsgeschenk, das auf dem Bett vorzufinden war, steht uns noch im Gesicht, so gut willkommen geheißen zu sein.
Ein erstes Treffen brachte uns auf der Dachterasse zusammen mit einem kleinen Snack und Getränk, um uns vorzustellen. Außer den drei Teamleitern, die ich ja schon kannte, war eine Teilnehmerin vom letzten Jahr dabei, drei andere, denen ich schon in anderen Settings begegnet bin und für mich drei neue Personen. Es entspannen sich so recht schnell und unkompliziert Gespräche und machte es leichter, sich in der Gruppe vorzustellen. Trotz der geringen Anzahl der Teilnehmer waren wir von jung bis über 60 Jahre gut durchmischt Frauen wie Männer und kamen uns barrierelos schnell näher. 
Nach der frühabendlichen Vorstellungsrunde gingen wir gemeinsam zu unseren Essen in ein Restaurant, in dem wir sehr zuvorkommend und freundlich bedient wurden und uneingeschränkt unseren Wünschen Folge geleistet wurden.
Die nächsten sieben Tagen gingen wir mit den Chakren durch die Zeit mit den entsprechenden Yogaübungen mit Erklärungen dazu, in die Natur und mit uns selbst, in denen sich für jeden seine Wirkungen entfalteten.
Spannend ist im Nachhinein zu erkennen, das zu den einzelnen Chakren sich Bewegungen und Herausforderungen passend dazu ordneten. 
Ich könnte so viel dazu schreiben, doch es würde ein Roman werden und noch gilt es für mich, meine Kraft gut einzuteilen. Was ja dort für mich auch ein Ziel war, diese gut Regulieren zu können und bewusst zu gestalten und nicht wie im letzten Jahr, mich von allem überrollen zu lassen und diesmal viel mehr im Griff zu haben.
So möchte ich an dieser Stelle dem leitenden Team von drei Personen: Dörte, Gabriela und Florian Dank sagen für die Führung und Meisterung dieser Woche. In diesem Jahr waren die Bewegungen besonders stürmisch durch das Wetter, äußere herausfordernde organisatorische Situationen, der individuellen Begleitung jedes einzelnen Teilnehmers in seinen Lebensbewegungen und ihrer eigenen persönlichen Situation.
Diesmal bewahrheitete sich der Satz: „Mache Pläne, um sie der situativen Realität anzupassen.“ besonders und forderte die guten Kompetenzen, Fähigkeiten und Erfahrungen heraus. Es war eine spannende Woche auf allen Ebenen bis zum Schluss und ließ uns viele Überraschungen erleben.
Bis zum nächsten Teil 


© Eure Inga
Fotos: zusammen getragen von der Gruppe :) danke euch

 

Inselauszeit Teil 7


Chakren


Das Wort Chakra kommt aus dem Indischen aus dem Sanskrit einer altindischen Gelehrtensprache und bedeutet Rad oder Wirbel. Seit Tausenden von Jahre sind die Chakren in der traditionellen asiatischen Medizin bekannt und werden eingesetzt zur Diagnose und Therapie von Störungen im körperlichen, seelischen und geistigen Bereich. Sie sind verbunden mit den aus der Akupunktur und Kineosologie bekannten Meridianen und Reflexzonen. 
Der Körper und Mensch ist sowieso als ganzheitliches System zu verstehen in seinen äußeren Lebensumständen und Bereichen. Wenn man sich auf ein Gebiet oder Bereich fokussiert sollten die Wechselbeziehungen zu allem nicht aus den Augen und Sinn verloren gehen und beachtet sein. 
Wir sind ein Teilbereich von einem ganzen System und alles, was wir tun, hat auch seine Wirkungen nicht nur für uns, sondern wirkt auch zurück ins Außen.
Ich möchte hier nur einen kleinen Einblick in die Chakren geben und wer mehr erfahren möchte, kann sich durch die unterschiedlichsten Informationsquellen detaillierter fachkundig machen.
Die Chakra-Lehre ist ein System zur Entwicklung des ganzen Menschen und entstammt aus dem Yoga, einem Philosophie- und Meditationssystem bei dem es um den Körper, den Geist und die Seele geht. Die Chakren sind feinstoffliche Energiezentren, die miteinander verbunden sind und sich über den Körper verteilen und entsprechend ihrer Lage der physischen Körper durchstrahlen und sich in einer ständigen Drehbewegung befinden. Sie nehmen Energie von Außen auf und strahlen durch den Menschen auch ihre entsprechende Energie wieder nach Außen ab.
In alten überlieferten Schriften werden 88 000 Chakren erwähnt, wovon die meisten sehr klein sind. Es gibt sieben Hauptchakren und etwa 40 Nebenchakren.
Ein optimales Funktionieren der Chakren gewährt einen guten Energiefluss in unserem Körper, der den Menschen mental, seelisch und körperlich im Wohlbefinden sein lässt. 
Durch Techniken aus dem Yoga kann dies durch die Asanas (Körperübungen), Atemtechniken, Meditation, um nur die bekanntesten zu erwähnen, erreicht werden. Da es ja um eine ganzheitliche Betrachtungsweise geht, möchte ich noch die Ernährung, körperlicher wie geistiger Entgiftung und eine gute Balance von Aktivität und Entspannung nennen.
In der Literatur lassen sich folgende Wirkungen auf den Körper finden:
Anregung des Stoffwechsels
Stärkung des Immunsystems
Harmonisierung der Kreislaufes
Gute Durchblutung aller Organe
Sorgt mit für eine gute Körperhaltung und -spannung 
Bessere Beweglichkeit
Erhöhung der Sauerstoffaufnahme 
Verzögerung des Alterungsprozesses
Abbau von Ängsten 
Guten Schlaf 
Wachstum des Konzentrationsvermögens
Gute Gemütsstimmung 

Und daraus ergibt sich noch vieles mehr, da nichts voneinander getrennt ist.
Hier möchte ich meinen kleinen theoretischen Exkurs zu den Chakren beenden.
Meine eigenen Erfahrungen damit, die ich nun schon über 18 Jahre sammeln durfte, bestätigen diese Aussagen. Was nicht bedeutet, dass ich immer vor Gesundheit strotzte, aber diese wesentlich unterstützte. Ich habe viele andere alternative Techniken kennengelernt und praktiziert und so wurde es für mich eine Herausforderung, diese in einer für mich machbaren Art und Weise in mein tägliches Leben einzubauen. Manches mache ich zu bestimmten Zeiten intensiver oder mal eine Pause oder in einer machbaren Dosis ohne zu übertreiben oder es zu vernachlässigen. Dabei kristallisierten sich für mich, die stimmigen Techniken heraus, die andere ablösten. 
Also jeder darf für sich das passende finden und in Stimmigkeit leben, selbst wenn das bedeutet, dass man etwas kennengelernt hat, um festzustellen, dass es nicht zu ihm passt.
Ich wünsche euch viel Lebensenergie und Freude für all das, was ihr tut oder erreichen wollt.


© Eure Inga

Inselauszeit Teil 8 

Chakra 1 - Wurzelchakra (Muladhara) - Wanderung im Naturpark Llevant

Das Wurzelchakra - Muladhara - ist das Basiszentrum, wie Mula bedeutet Wurzel und adhara Stütze oder auch Steißchakra, durch seine Lage genannt.
Es wird dem Element Erde, dem Grundsymbol Quadrat, dem Planet Merkur und der Farbe Rot zugeordnet und mit vier roten Blütenblättern dargestellt, wobei jedem Blütenblatt eine Sanskritsilbe zugeordnet ist. Die Gottheiten Brahms und Dakini stehen mit diesem Chakra in Zusammenhang. Die Farbe Rot drückt deren Kraft wie ursprüngliche Lebensenergie und -wille, Sicherheit, Selbsterhalt, Leidenschaft, Stärke, Urvertrauen, Beziehung zur Erde und der materiellen Welt, Stabilität und Durchsetzungskraft aus, um die wichtigsten Aspekte zu benennen. 
Das Riechen ist als Sinnesfunktion, der Mondphase dem Vollmond, dem Vokal U, dem Musikinstrument Trommel und den Nebennieren diesem Chakra zugeordnet.
Eine gute Affirmation zur Stärkung wäre: „Ich vertraue der Kraft der Erde und spüre meinen Körper.“.

Der Tag der Bewegungswoche begann in der Regel mit einem würzigen Tee oder Smoothie dem Chakra entsprechen und den zugehörigen Asanas mit Erläuterungen zum Chakra. 
Wir trafen uns leider nur einmal dazu auf der Dachterasse und an den anderen Tagen mussten wir uns wegen dem regnerischem Wetter in einem Raum zurückziehen. Doch stets war für ein Ambiente gesorgt, dass uns in das Thema des Tages einfühlen ließ. So gab es unter anderem jeden Tag eine Schale mit Früchten in der passenden Farbe des Chakras. 

Im Anschluss hatten wir uns eine Stärkung verdient und nahmen von einem reichhaltigem Angebot des Frühstücksrestaurants, zu dem wir gemeinsam liefen, im Kreis der Gruppe unser Frühstück in Ruhe ein. 

Wir ließen uns von dem trüben Wetter nicht abhalten uns in Bewegung zu setzen und auch mal dem leichten nieseln der Regenwolken zu trotzen. 
Der erste Wandertag führte uns mit dem Auto in den Naturpark Llevant, wo wir von einem Aussichtspunkt auf unsere Wegstrecke hinab sehen konnten und uns einen Überblick als Einstieg in die Woche verschafften. Von wo sind wir gekommen und wo wollen wir hin? Wir schauen von oben nach unten ins Innere zum Kern, um dann wieder aufzusteigen, neue Räume zu erkennen und uns zu ermöglichen sie zu öffnen. 
Die Autos gut abgepackt, betraten wir den Eingang des Naturparks in Stille. Jeder gab sich seiner inneren Welt hin in Betrachtung und Einklang mit der sich vor uns vielfältigen Erscheinungen der Naturphänomene. 
Der Weg, bei dem unsere Wahrnehmung durch die Stille sich anders gestaltete als in der täglichen Hektik oder des Aktionismus, konnte uns eine Möglichkeit erschaffen den Spielraum unseres Lebens zu bereichern. 
Worte geben nicht immer die Bewegungen, die wir machten, die auch für jeden anders waren, wieder. 
An den Überresten eines alten Turmes machten wir halt, um uns in ihm einzulassen und ein Ankommensritual mit einer Seelenreise durchführten. 
Im Außen wieder angekommen, gingen wir auch wieder in sprachlichen Kontakt, hatten unseren Spaß miteinander, hielten diesen Tag in Fotos fest und liefen in Leichtigkeit. 
Für mich ist es immer ein besonderes Vergnügen, die immer an unserer Seite in ihrer sanften, ruhigen aber auch mal ihrer wilden natürlichen Art, eine Hündin in unserem Kreis eingeschlossen zu haben. Gern übernahm ich die Leine mit ihr zu gehen, aber auch eine meiner anderen Seiten zu leben, die zu Hause oft zu kurz kommen, auch ausgelassen zu rennen und mal kurz vom Weg abzubiegen, um kurz darauf im Gleichklang der Gruppe mitzuschwingen. 

Der Nachmittag klang bei einem gemütlichen Kaffee im Freien auf einer Terrasse aus, wo Naturfreunde, Wanderer usw. eine gute Unterkunft finden, bevor wir zu unserer mit dem Auto zurück kehrten. Dort hatten wir individuell für uns Zeit, sie selbst auszufüllen, ehe wir gemeinsam zu einem guten Abendessen mit vielen guten Gesprächen den Abend ausklingen ließen. 

Mit den vielen verschiedenen Eindrücken des Tages, die ganz erdige Erfahrungen mit sich brachten, schlug ich mein Nachtlager auf der Couch der Terrasse meines Appartements auf, um weiter so nah wie möglich der Natur zu sein. Dort schlief ich die ganze Zeit tief und fest, was ich von zu Hause so nicht kenne, was auch den nicht gewohnten Bewegungen geschuldet ist. 

© Eure Inga

Inselauszeit Teil 9

Chakra 2 - Sakralchakra (Svadhisthana) - Detoxtag (Entgiftung) -


Der Regen vom Vorabend hat sich über die Nacht in den neuen Tag in seiner Heftigkeit mit eingebracht. Eine Wanderung wurde also unmöglich.
Doch es gab ein Leuchten bei unserem Teammitglied Dörte, die Geburtstag hatte und von uns mit Glückwünschen bedacht wurde. Schön, dass es dich gibt liebe Dörte und du uns so gut durch den Tag gebracht hast. Uns sollte es trotz dem ungünstigen Wetter gut gehen, denn wir bekamen alle am Nachmittag eine ganz individuelle Masse.
Doch zuvor sollten wir nicht nur Informationen über die Möglichkeiten der Entgiftung des Körpers erhalten und das zweite Chakra, wir probierten hier und dort etwas davon aus, was gut im Alltag zu integrieren ist.
Unsere Körperübungen kamen dabei auch nicht zu kurz und wir machten eine Meditationsreise, die doch einige in den Schlummerzustand brachten.
Der Sanskritname Svadhisthana bedeutet so viel wie Süße oder Lieblichkeit oder kann auch als eigener Wohnsitz übersetzt werden. Eine sechsblättrige Blüte ist meistens die Darstellungsform und das Grundsymbol die Mondsichel. Dieses Chakra steht in Verbindung mit den Gottheiten Vishnu und Rakini. Häufig wird das Sakralchakra als der eigentliche Sitz Shaktis, des weiblichen Aspektes Gottes in Form der Schöpferkraft angesehen.
Demzufolge ist es für die Themen: Fortpflanzung, Sexualität, Arterhaltung, aber auch Sinnlichkeit, Kreativität, schöpferische Lebensenergie, Staunen und Begeisterung, Emotionen zuständig. Die Zuordnungen sind in der Farbe Orange, dem Sinn Schmecken, im Körper Beckenraum, alles Flüssige wie Blut, Lymphe, Keimdrüsen. Aber auch die Niere und Blase gehören zu diesem Chakra, die entgiftende und ausscheidende Funktionen haben und es einen guten Sinn machte, diesen Tag unter dem Thema Detox zu zelebrieren. 
Dem zweiten Chakra ist dem Element Wasser zugeordnet, das reinigt und läutert, löst und fort schwemmt, was erstarrt ist und sich lebendig in Fluss bringen möchte. Über dieses Chakra kann ein Kontakt zu unserer weiblichen Energie, die ungeachtet unseres Geschlechtes, aufgenommen werden und eine Verbindung zur Weisheit des Unterbewusstseins hergestellt werden. 
Weitere Zuordnungen sind der Planet Venus und das passende Metall Eisen, dem Vokal O (das geschlossene) und dem Ton D.
Aus der Beschäftigung mit jedem Chakra besteht für jeden die Möglichkeit für sich einiges zu erkennen, zu verstehen, so gewollt etwas daraus mitzunehmen, um in neue Bewegungen zu gehen, damit andere Erfahrungen zu machen. 
Es ist für mich spannend, jetzt im Nachhinein mich noch einmal ausführlicher damit zu beschäftigen und alles mehr in einem erweiternden Zusammenhang zu sehen, was dort alles sich ereignet hat. Mir erschließt sich für meinen persönlichen Weg ein größeres Verständnis und es können sich neue Wirkmechanismen anbahnen.


Ganz im Sinne des zweiten Chakras wünsche ich euch viel schöpferische Lebensenergie 

 

© Eure Inga

Inselauszeit Teil 10 

Chakra 3 - Nabelchakra (Manipura) - ein Tag mit stürmischen Bewegungen - Teil A 

Dieser Tag verbarg in sich viele Überraschungen, die nicht ohne entsprechende Wirkungen blieben. 
Zuerst strahlten wir in den Tag mit der Sonne um die Wette, die sich uns in ihrem Glanz am Himmel über uns ergoß.

Wir begannen den Tag wie zuvor die anderen mit dem Yoga ganz im Sinne des Nabelchakras, bevor es zum Frühstück ging. 

Die Farbe Gelb bis Goldgelb, wie sich die Sonne über uns sich in ihrer Kraft zeigte, fließt in die zehn Blütenblätter, in dem das Grundsymbol das Dreieck eingebettet ist. Das Element ist das Feuer und der Sinn das Sehen. Die zentralen Themen sind die Gestaltung des Seins, Willenskraft, Selbstvertrauen, Persönlichkeit, Selbstkontrolle, Gefühle, Sensibilität, Macht, Durchsetzungsvermögen, Wachstum und Erweiterung. 
All das sollte sich auch in unseren Tag einweben und erfahren sein - Synchronizität. Alles ist im Feld und geht mit uns, manchmal sehr heftig. 

Manipura bedeutet leuchtender Juwel oder Stätte der Juwelen und somit wird dieses Chakra als ein besonders energiereiches Chakra angesehen. Der Solar-Plexus, in dem wir das dritte Chakra finden, ist unser Kraftzentrum. Es werden die Energien der Sonne aufgenommen, wobei die Sonne schon ein Symbol für Feuer ist. Feuer beinhaltet Licht, Wärme, Energie und Aktivität. Dementsprechend spielt der Gott Agni (des Feuers) eine große Rolle, aber es gesellen sich die Götter Lakini und Rudra hinzu. Der Planet Mars ordnet sich als roter Planet hinzu, der ebenfalls auf das Feuerelement hinweist. Hier haben wir es wieder mit dem Vokal O zu tun, diesmal dem offenen O und dem Ton E. Das dritte Chakra ist vor allem mit dem unteren Rücken, der Bauchhöhle, dem Verdauungssystem, dem Magen, der Leber, Milz, der Gallenblase und dem vegetativen Nervensystem in Verbindung. 

Viel Aktivität stand auf dem Tagesprogramm, denn es war ein Besuch des Marktes in Arta angesagt mit einer sich anschließenden Fahrradtour.

So fuhren wir mit drei Autos nach Arta, mussten jedoch ein wenig nach freien Parkplätzen Ausschau halten, da dieser Markt jeden Dienstag sehr beliebt ist.
Wir schwärmten zu zweit, in Dreier- oder Vierergruppen aus, wo jeder sich auf seine Weise den Markt eroberte beim Shoppen, einfach nur Bummeln oder Kaffeetrinken. Ein Treffpunkt zu einer bestimmten Uhrzeit beim Fahrradverleih führte uns dann wieder zusammen. 

Als jeder sein für ihn stimmiges Fahrrad hatte, gut eingestellt auf seinen Körper starteten wir zu unserer Route, die dort begann, da wir auf dem Bahnhof Arta waren. 

Die Strecke war eine stillgelegte Eisenbahntrasse, die als Rad- und Wanderweg zum Naturpfad umgestaltet wurde. 

Hier mal ein paar Infos über die Bahnstrecke.

1921 fuhr erstmals ein dampfbetriebener Zug zwischen Manacor und Arta, wo die Perlenindustrie zu Hause ist. 1977 wurde diese Bahnlinie stillgelegt und zusehends verfiel die Strecke. Obwohl in den vergangenen Jahren Pläne für die Wiedereröffnung als Straßenbahnlinie im Raum standen, kam es nicht dazu.
Heute finden wir einen Öko-Pfad namens Via Verde vor, der 2014 eröffnet wurde, mit einem 29 km langem Weg, auf dem motorisierte Fahrzeuge verboten sind und dies von solarbetriebenen Sicherheitskameras überwacht werden. Die Via Verde ist die einzige ihrer Art auf den Balearen.

Entlang der Strecke, die wie gesagt für Fahrradfahrer und Wanderer ist, wurden mehr als 15 000 Sträucher und fast 5 000 Bäume gepflanzt unter anderem Kiefern, Steineichen, Tamarinde und Maulbeerbäume. Am Wegesrand findet man neben Informationstafeln über die Wegstrecke, zur Fauna und Flora auch Rastplätze zum Picknick und angrenzende Ortschaften mit ihren Bahnhöfen. 

Wir radelten mit Unterbrechungen bis zum Bahnhof Son Servera, jeder in seinem Tempo für die Wilden mal allein, in kleinen Gruppen oder zu zweit. Zwischendurch wurde immer mal wieder aufeinander gewartet bis die Gruppe wieder vollständig war. 

Unser Auge erfreute sich nicht nur der angepflanzten und auch teilweise durch Felder wilden Natur, sondern wir begutachteten mit Abstand die Gebäude, die gleich an der Strecke sich wie Farbtupfen in die Landschaft fügten. Aus der Weite konnte man teilweise das Blau des Meeres blinken und zu uns herüber winken sehen. 

Bleibt schön neugierig und seid gespannt wie es weiter geht.
Bis zum nächsten Teil, der sich etwas dramatisch gestaltet, bleibt wohlbehalten.

© Eure Inga

Inselauszeit Teil 11 

Chakra 3 - Nabelchakra (Manipura) - ein Tag mit stürmischen Bewegungen - Teil B

Als wir am Bahnhof Son Servera ankamen hatte der Himmel sein wohltuendes sonniges Bild verändert. Es waren Wolken eingefügt, die die Sonne versteckten und sich etwas entluden. Zum Glück gab es dort eine Überdachung und jeder holte einen Snack oder eine Wasserflasche, die Raucher ihre Zigaretten, aus ihrem Rucksack. 
Die Teamleitung erkundigte sich nach unserem Wohlbefinden und unserer Meinung, wie der Tag seine weitere Gestaltung annehmen sollte. 
Letztendlich teilten wir uns in drei Gruppen, jede Gruppe hatte einen Teamleiter bei sich. Die erste Gruppe, zu der ich gehörte, wollte gleich nach dem Regenschauer zurück radeln. Gruppe zwei wollte in den Ort Kaffeetrinken gehen und die Örtlichkeit in Augenschein nehmen. Gruppe drei, das waren die ganz Starken, drei Männer und eine Frau, hatten noch so viel Kraft unbedingt weiter zu radeln. 
Ziel des gemeinschaftlichen Treffens war unsere Unterkunft und da ja drei Autos vorhanden waren und wir so nicht voneinander abhängig, fühlte sich die Aufteilung gut an.

Also meine Gruppe machte sich nach dem kurzen Regenschauer auf dem Heimweg, der bis zu unserem Auto 10 km beinhaltete. Leider war der Wettergott uns nicht mehr so freundlich gestimmt und behielt die Sonnenfrau für sich versteckt vor uns. Ein leichter Wind kam auf und wir traten in unsere Pedalen, denn was sich schon am Anfang der Rückfahrt am Himmel abzeichnete, versprach, dass wir noch einen Regenschauer zu erwarten hatten. 
Je mehr wir radelten veränderte der Himmel seine Farbe. Die hellen Grautöne bekamen alle Grauschattierungen bis zu ihrer dunkelsten Erscheinung. Die Wolken wollten plötzlich auch nicht mehr alleine stehen und ließen sich vom Wind ganz dicht zusammentreiben. Damit war aber noch nicht genug, denn andere Kräfte sahen dieses Spiel und wollten mitmachen. Der Donnergott warf seine Blitze dazwischen und ein sagenhaftes Naturschauspiel fand vor unseren Augen statt. 
Das Grollen im Hintergrund und die Entfernung der Blitze waren ein sicheres Zeichen, dass wir nicht in Gefahr waren. 
Trotzdem war es einigen mulmig zu mute, wobei ich in vollen Zügen diese Aufführung genoß. Eine weitere Herausforderung für unsere Gruppe war, dass bei einem Fahrrad die Luft Stück für Stück entwich und wir keine passende Luftpumpe hatten, da zwei unterschiedliche Arten von Rädern ausgeliehen worden waren. 
Wir waren eine gute Gruppe, in der wir uns gegenseitig motivierten und Lösungsmöglichkeiten parat hatten. Wir sprachen entgegenkommende Radler an, die immer spärlicher sicher auch wegen des bedrohlich aussehenden Himmelszelt wurden. Wir mussten die ersten ziehen lassen, weil sie auch nicht die passende oder gar keine Luftpumpe hatten. Ein rettender Engel kam uns entgegen und pumpte uns das Fahrrad auch noch auf. 
Jetzt wurde erst recht in die Pedale getreten. Kurz darauf kamen wir in Berührung mit den Tränen des Himmels, die sich erst sanft und dann immer heftiger auf uns niederließen und uns vollständig durchnässten. 
Wie froh waren wir alle am Fahrradverleih gut angekommen zu sein. Die meisten hatten noch irgendetwas Trockenes in ihrem Rucksack und so wurde sich erst einmal umgezogen, bevor wir das ganz in der Nähe befindliche Auto bestiegen. Im Auto freuten wir uns schon auf eine heiße Dusche und warme Sachen und ein heißes Getränk. Aber wir waren auch sehr in besorgten Gedanken bei den anderen und schlossen sie in unseren Wünschen ein und schickten ihnen gute Energie. 

Der Regen hörte einfach nicht auf. Eine Herausforderung wurde noch einmal die Bedienung der Klimaanlage im Appartement, um unsere Sachen trocken zu bekommen. Jeder hatte ein anderes Bedienteil und selbst die Männer kamen damit nicht klar. Aber ich bin ja ein Mensch, der ganz schlecht aufgeben kann und so setze ich mich noch recht lange damit auseinander bis ich es kapiert hatte, wie die Fernbedienung angesprochen werden möchte, dann kam auch endlich die warme Luft. 

Der Gang zum Abendessen konnte nur in Regenkleidung erfolgen. Von den ersten, die schon im Restaurant waren, bekamen wir Fotos von den Wassermengen auf den Straßen, die sich auch an unerwünschten und unwillkommenen Flecken Zugang verschafften. 
Das Essen schmeckte dann trotzdem und wir fühlten uns in unserer nun wieder vollständigen Gruppe wohl und hatten uns viel zu erzählen. Solange wir zusammensaßen hörte es draußen nicht auf zu schütten und ein Gruppenleiter holte ein Auto und fuhr uns alle das kurze Stück zurück ins Hotel. 

Ich ließ es mir nicht nehmen trotzdem auf der Terrasse zu schlafen, mit der Option nachts ins Zimmer zu gehen. Lange noch sah ich dem Treiben am Himmel zu, ging den Tag in Gedanken nach bis mir doch unbemerkt die Augen zu fielen. Ich war 20 km Fahrrad gefahren und hatte so viel anderes noch erlebt, was für mich nicht so selbstverständlich ist.
Ich war an diesem Tag mit meinen ganz eigenen persönlichen Prozessen und mit den Naturgewalten in Resonanz gegangen und hatte die unterschiedlichsten Erfahrungen an zwischenmenschlichen Kontakten gesammelt. Es war ein sehr ausgefüllter Tag, der mir aus verschiedenen Gründen in Erinnerung bleiben wird.

In Demut und Dankbarkeit

© Eure Inga

Inselauszeit Teil 12 

Chakra 4 - Herzchakra (Anahata) - Wanderung zur Cala Mesquida 

Am nächsten Morgen erwachte ich zeitig und stellte fest, dass der Beginn des Tages sich immer noch im Grau zeigte, aber das der Wind die Nacht für mich die richtige Richtung eingeschlagen hatte und ich nicht nass in meinem mir mitgebrachten Schlafsack war. Doch gleichzeitig hatten sich meine inneren Prozesse nicht beruhigt und es ging mir gar nicht gut. 

Beim Abendessen diskutierten wir über die Gestaltung des nächsten Tages, wobei die Einbeziehung der Wetterapp eine wichtige Rolle spielte. Sie prophezeite uns am Vormittag eine längere regenfreie Zeit und ab den zeitigen Nachmittag wieder viel Regen. So wurde überein gekommen, den Tag mit der Wanderung zu starten. 

Ich schälte mich aus meinem Schlafsack, um gemeinsam mit den anderen zum Frühstück zu gehen, um dort festzustellen, dass ich kein Essen zu mir nehmen konnte. So organisierte ich mir etwas Obst als Tagesration bis zum nächsten Essen. Auch überlegte ich nicht mit zu wandern, entschied mich aus verschiedenen Gründen dagegen. 

Wir brachen dann zu einem meiner Lieblingswege auf, den ich schon oft gelaufen war und ich mich bestens auskannte. So trottete ich für mich allein dahin in der Hoffnung, dass die Bewegung mich wieder in einen besseren Zustand brachte, was dann erst später am Ziel auch eintraf.

Das Ziel die Cala Mesquida ist ein wunderschöner Badestrand, an dem ich im Sommerurlaub allein den Sonnenaufgang genießen konnte. Leider war das Meer so aufgewühlt und die Sonne zu spärlich, um baden gehen zu können, was sehr schade war. Wir genossen trotzdem den Strand und sein Ambiente unsere gemeinsamen Gespräche, den Café in der Strandbar und das Rauschen und die Bewegungen des Meeres. 
Zurück gab es dann die Option wieder zu laufen oder mit einem Taxi zu fahren. Ich entschied mich für das Laufen und erfreute mich an dem Weg mit seiner ihm individuellen Erscheinung. Dort auf dem Weg hatte ich schon hoch erfreut Schildkröten entdeckt, was mir diesmal nicht vergönnt war. 

Nach einer Ruhepause für uns alle trafen wir uns am späten Nachmittag zu unserer Yogaeinheit, um festzustellen, dass die Entscheidung am Vormittag zu wandern goldrichtig war. So konnten wir uns ganz auf das Herzchakra einlassen, was ich allerdings verpasste, da ich verschlafen hatte und mich mein Körper zur Ruhe zwang. Interessanter Weise für mich hatte ich im Vorjahr in der Bewegungswoche aus den gleichen Gründen schon das Herzchakra verschlafen, das aber am Morgen zelebriert wurde. 

Nun komme ich zu den Inhalten des Herzchakras.

Wie der Name des Chakra verrät geht es vor allem um Themen des Herzens wie Liebe, Mitgefühl, Menschlichkeit, Zuneigung, Geborgenheit, Offenheit, Toleranz, Herzensgüte und Seinshingabe. Dieses Chakra bildet den Mittelpunkt des Chakrensystems und zeigt sich in der Farbe Grün und zwölf Blütenblätter sowie im Element Luft und dem Grundsymbol Hexagramm. Die Sinnesfunktion ist das Tasten, der Vokal A und der Ton F. Die körperlichen Zuordnungen sind der obere Rücken, Herz, Brustkorb und -höhle, unterer Lungenbereich, das Blut und sein Kreislauf, Haut und Hände und der Thymusdrüse. Die wichtige hinduistische Götter des Herzchakras sind Isa und Kakini und der Planet Jupiter ordnet sich dazu.
Anahata bedeutet nicht angeschlagen oder unbeschädigt. Es ist ein Hinweis darauf, dass das Herzzentrum uns Geborgenheit gibt und wir in unserem spirituellen Sein frei von Makel sind. 
Die Liebe, die sich im spirituellen Herzen sieht, hat nichts mit Leidenschaft zu tun, die mit der Farbe Rot verbunden ist und in der westlichen Kultur so gesehen wird. Die wahre Liebe des Herzchakras entspringt einer Bewusstseinsstufe, die sich auf eine bedingungslose und mitfühlende Grundlage beruft. Deshalb erscheint dort auch die Farbe Grün, die Harmonie und Ausgeglichenheit symbolisiert, das auch das Hexagramm symbolisiert, die Verschmelzung zweier Dreiecke. Hervorzuheben ist die Taube als Symboltier für dieses Chakra, die ja für den Frieden steht. 
Das Herzchakra verfügt über ein großes Potential von Transformation und Heilung für uns selbst und unsere Mitmenschen, so wir uns darauf einlassen und selbst in Harmonie mit uns sind.

Am Abend oder auch schon Nachmittag erhielten die meisten Nachrichten von zu Hause, ob es uns gut gehe, da in Deutschland die Medien voll waren mit Informationen der gestrigen Naturkatastrophe. In unserer kleinen beschränkten Umgebung, bekamen wir außer den vielen Wassermassen, die sich an den unmöglichsten Stellen Weg gebahnt hatten nichts wirklich mit. Uns ging es gut und das Hotel steht auf einer Anhöhe von der das Wasser die Straßen in Strömen hinunter floss. Noch hatten wir keinen Wasserschaden im Haus, der Strom funktionierte und es war auch sonst nichts zerstört. 
Doch uns erreichten auch Informationen, dass es anderen Menschen so nicht ging. So auch meiner Freundin, die kein Strom hatte, dadurch das Wasser nicht wie gewohnt aus den Leitungen floss, die Tiere unruhig und verändert waren und anderes mehr. Da sie auch mit dem Auto unterwegs sein musste, gab es viele weite Umleitungen wegen zerstörter Straßen. Menschen wurden vermisst, was besonders schmerzlich zu erfahren war. 

Möge für alle Menschen der Frieden im Herzen den Vorrang haben und sie sich willkommen, angenommen, geliebt und geborgen fühlen.

© In Liebe eure Inga

Inselauszeit Teil 13 
 

Chakra 5 - Halschakra (Vishuddha) - Wanderung zur Cala Torta

 

Ein neuer Tag ist erwacht und mir ging es wieder besser. Er sollte sich von seiner Sonnenseite zeigen, denn die Sonne lachte uns wieder mit ihrem Strahlen entgegen. 
Doch zuvor trafen wir uns wieder vor dem Frühstück zu unserer Yogaeinheit, auf die ich mich freute.

Das Halschakra ist für mich ein wichtiger Bereich, da es um Kommunikation, Offenheit, Weite, Unabhängigkeit, Wortbewusstsein, Inspiration, Wahrheit, Seinsresonanz, mentale Kraft, Synthese, Kreativität, Musikalität und die Ausdrucksfähigkeit geht. 
Es ist eine wichtige Verbindung zwischen den anderen Chakren und dem Kopfbereich. Es stellt eine Brücke zwischen Denken und Fühlen her, dem Impulsen und den Reaktionen darauf. Über das Halschakra bringen wir uns sprachlich zum Ausdruck mit Worten und Tönen, die sich auch in der Musikalität erschöpfen, oder unsere Gefühle wie Weinen und Lachen und vieles mehr. 
Zur Ergänzung möchte ich erwähnen, dass wir uns auch über unseren Körper in Haltung, Bewegung, Spannkraft und nicht zuletzt über Gestik, Mimik und Augenkontakt zum Ausdruck bringen. Alles bildet eine Einheit und ist nicht losgelöst von einander und nicht zu vergessen. 
Die Sinnesfunktion Hören ist diesem Chakra zugeordnet, der Farbe Hellblau, auch silbrig und grünlich-blau, auf der Ebene der Metalle Silber, dem Planeten Saturn, dem Vokal E und dem Ton G, den Gottheiten Sakina und Sadashiva. Als Symboltier wird der Weiße Elefant angesehen. Es ist das Reittier Indras, des wichtigsten Gottes der Jeden. Er ist der Gott des Donners und der Fruchtbarkeit, da er der ausgedörrten Erde Wasser bringt und sein Name bedeutet der Starke. 
Der Name Vishuddha bedeutet reinigen. Das Bewusstsein von Wort und dessen Wahrheitsgehalt wirkt reinigend und führt zu innerer Klarheit.
Das Chakra wird durch 16 Blütenblätter dargestellt, das Grundsymbol ist der Kreis und das Element der Äther.  
Die körperlichen Zuordnungen sind die Lunge, Bronchien, Speiseröhre, Sprechapparatur, Kehle, Nacken, Kiefer und Kinnbacken. Bei den Drüsen ist es die Schilddrüse, die eine wichtige Rolle beim Wachstum des Skeletts und der inneren Organe hat. Sie sorgt für den Ausgleich zwischen dem körperlichen und geistigen Wachstum und reguliert den Stoffwechsel. 
Alles kann der Mensch auf unterschiedlichste Art und Weise beeinflussen und wenn eine Sache im Gesamtsystem gut reguliert wird, werden die anderen Bereiche entsprechend mit beeinflusst. Hier ist es das Yoga, wo speziell die Chakren angesprochen sind. 

Eine andere Möglichkeit ist die Bewegung in der Natur, die nicht nur unsere Sinne anspricht und öffnet, sondern auch das Körperliche, unsere Gefühle - einfach unser ganzes Sein. 

Wir packten unsere Badesachen ein, ehe wir in die Autos stiegen, um der Cala Torta ein Stück entgegen zu fahren und dann noch genug zu laufen. 
Der Weg führte uns über die Felsen mit sich anschließender Natur von Bäumen, Sträuchern und Gräsern. Ich mag es auch sehr mir bekannte Wege immer wieder zu erlaufen, da jedes Gebiet für sich dort einfach nur magisch ist mit seiner Vielfalt. So auch hier, wo wir über die Felsen direkt am Meer entlang wanderten mit seinen kleinen Herausforderungen. Außer uns waren noch viele Leute unterwegs, denen die Freude im Gesicht geschrieben stand. Diesmal durfte ich wieder mit der Hündin gehen, rennen und mir von ihr mal hier und dort zeigen zu lassen, wo es etwas zu schnuppern gab. Ich hielt dabei selbst inne, verfolgte ihr tun und nahm selbst einen Blick in die Weite und tauchte in ihr ein, um einfach nur wahrzunehmen und im Augenblick zu verweilen. 
An bestimmten Punkten warteten wir auf die anderen und ich ließ mich auf einen Stein nieder, nicht ohne ihr dabei eine Streicheleinheit zu geben. Das alles macht für mich Nähe aus, auch wenn sie nicht mit mir redete, auf ihre Art schon, so doch ich. 
Ein guter Wechsel von sich Räume allein zu erschließen und wieder in der Gruppe einzutauchen, macht auch eine gute Balance für die eigene innere Welt und das alles in dieser wunderbaren Gegend. Das sind einfach nur Geschenke des Lebens. 

Am Strand Cala Torta angekommen, suchten wir uns ein gutes Plätzchen dem Meer so Nahe wie möglich. Die ersten waren dann auch schnell in der noch bewegten See und hatten ihren Spaß mit den Wellen. Leider konnte man nicht so weit schwimmen wie gewohnt, aber das Wellenreiten hatte genauso seinen Reiz und wir konnten ausgelassen sein. Die Sonne trocknete und färbte unbemerkt unsere Haut und es war ein schönes Gefühl von ihr gewärmt und gestreichelt zu sein.

Einige von uns genossen den Kaffee an der Strandbar, bevor wir als Gruppe uns ein schönes und idyllisches Plätzchen etwas vom Strand entfernt zwischen den Bäumen suchten. So wurde der Gruppenabend auf den späten Nachmittag bei dem herrlichen Wetter in die Natur verlegt. 
Wir bekamen eine wunderbare Beckenbodeneinheit mit allen wichtigen Informationen, Übungen und eine Körperreise, von der wir alle noch lange schwärmten. Es war eine super Idee dies in die Natur verlegt zu haben, denn die Atmosphäre im Raum ist doch anders, egal wie toll man ihn gestaltet. 

Zurück nahmen wir einen anderen Weg, der nicht am Felsen entlang führt sondern an Pflanzen, die Mutter Natur uns dort bereit stellte, um unsere Aufmerksamkeit auf sie zu lenken. 

Bevor wir wieder in die Autos stiegen gönnten wir uns noch ein Eis und kehrten zufrieden in unsere Appartements zurück. 

Die Themen des Halschakra kamen dann am Abend voll zum Tragen bei den tiefen Gesprächen beim Abendessen. Das Essen schmeckte und so klang der Tag gut aus. Ich schlief diese Nacht sehr tief und fest und nahm um mich herum nichts mehr wahr. 

Der Worte für heute genug 
mit einem Lächeln auf den Lippen 

 


© Eure Inga

Inselauszeit Teil 14

Chakra 6 - Stirnchakra (Anja) - der Leuchtturm 

Freitagmorgen ein schwarzer Tag mit heftigen Herausforderungen erwartete mich. Da ich die ganze Woche schon mit meiner gesundheitlichen Situation zu kämpfen hatte, die ich hier nicht weiter in meinen Berichten habe einfließen lassen, ging es mir am Morgen wieder einmal nicht gut. So gestand ich mir zu, die Yogaeinheit ausfallen zu lassen, um mich zu sortieren und den Tag gut mit der Gruppe mitzumachen. 

Es ist mir hier ein Anliegen, welche Gestaltungsmöglichkeiten sich für eine gute Auszeit aus seinem alltäglichen Trott bieten können. Außerdem aufzuzeigen, was Seminare bewirken und ihre Leiter auf die Beine stellen, um dies möglich zu machen und nicht zuletzt, die schönen Erlebnisse, die sich daraus ergaben. Vielleicht ist es eine Anregung selbst einmal sich dieses zu gönnen. Dabei ist es mir auch wichtig einen Einblick zu geben, was nicht so konventionelle Methoden bewirken können und Informationen darüber zu geben. 

Trotzdem leben wir ja nicht losgelöst von der Welt und auch nicht von uns selbst. Die Realität im Außen betrifft uns genauso wie alle anderen so das Wetter mit seinen Naturkatastrophen, in denen wir mitten drin steckten. Jeder bringt sein persönliches Paket an Lebenserfahrungen und inneren Prozessen mit, die sich nicht nur bei mir zeigten sondern auch bei anderen, was ich nicht hier ausführen wollte und andere Dinge mehr. Wir leben also auch in einer Auszeit nicht in einer Blase, wo wir von allem abgeschnitten sind. Nichtsdestotrotz gaben die Teamleiter alles, um uns unvergesslich schöne Erlebnisse zu verschaffen und ließen uns aus unserer Alltagswelt abtauchen und in eine neue Welt eintauchen. Dafür möchte ich noch einmal meinen tiefen Dank aussprechen, da sie ihr Bestes gaben, um dies alles möglich zu machen. 

Das Wetter ließ es zu, dass das Yoga auf der Dachterrasse stand fand passend zum Stirnchakra. Von dort hat man einen wunderbaren Blick über die anliegenden Gebäude zum Meer, den angrenzenden Bergen und das sozusagen vor der Haustür liegende Waldstück. Den Blick in die Weite beim Yoga in die Natur schweifen zu lassen, bringt eine andere Energie mit sich, als in einem Raum zu sein.

Das Stirnchakra, das auch oft als Drittes Auge benannt wird, heißt im Sanskrit Anja und bedeutet wissen oder wahrnehmen. Mit folgenden Themen ist es behaftet: bewusste Wahrnehmung des Seins, Erkenntnisfunktionen wie auch Selbsterkenntnis, Intuition, Entwicklung der inneren Sinne, Geisteskraft, Hellsicht, Klarheit, Visualisation, Telepathie, innere Führung, Päsenz, Willensprojektionen, Manifestation und über die Hingabe Zugang zu inneren Wahrheit. 
Die Farbe dieses Chakras ist Indigoblau, auch Gelb und Violett, der Vokal ist I und der Ton A, Platin ist dem Chakra auf der Metallebene zugehörig. Die Gottheiten sind Parmashiva und Shakti Hakini. Shakti Hakini ist ein androgyner Gott, der den weiblichen und männlichen Aspekt zugleich vertritt. Die körperlichen Zuordnungen sind: das Kleinhirn, Ohren, Nase, Nebenhöhlen, Augen, z.T. Nervensystem, Stirn und Gesicht und die Hirnanhangsdrüse (Hypophyse) den Drüsen. Für die Hypophyse findet man auch die Benennung Meisterdrüse, da siede Funktion aller anderen Drüsen steuert und für ein harmonisches Zusammenspiel sorgt. 
Dieses Chakra erscheint als sechsundneunzigblättriger Lotus, das zweimal 48 Blätter besitzt. Es regt den Menschen, der bewusst durch das Leben gehen will, nach der Welt hinter der Welt des Offensichtlichen zu suchen, weiter zu sehen und in der Weite und Offenheit sich einen übergeordneten Überblick zu verschaffen.

Wie passend war da von unseren Teamleitern die Wanderung zum Leuchtturm ausgesucht. Es bestand wieder die Möglichkeit sich in Gruppe aufzuteilen und jeder über einen ihn angemessenen Weg den Leuchtturm zu erreichen. 

Es hatte seinen ganz eigenen Reiz den Aufstieg zum Leuchtturm in der Gruppe auf 
einen bestimmten Weg zu folgend und letztendlich doch intuitiv zu meistern.
Jeder genoss für sich den Ausblick, die Weite, das offene Meer, den Leuchtturm mit seiner angrenzenden Natur in seiner Art und Weise und erkundete die angrenzende direkte Umgebung. 
Für ein Abschlussritual mit einem Ausblick auf das nach Hause kommen und integrieren der Zeit fanden wir einen schönen Platz für die Gruppe, um in einer inneren Reise bewusst die Zeit anzuschauen und sich für die Zeit danach auszurichten. Dazu wendeten wir uns dem Osten zu, der für den Tagesbeginn und somit auch einem Neuanfang steht. Hier zeigt sich klar ein Wissen, um die Unterstützung aller Kräfte einzubeziehen.

Der Rückweg führte auf einen anderen Weg direkt am Meer entlang und hatte seinen eigenen Reiz. Aber er führte uns auch direkt an einen Badestrand, der auch ausgiebig nach einem Kaffee genutzt wurde. Von da an hatte jeder die Möglichkeit seine weitere Zeit bis zum Abendessen selbst zu gestalten. Einige tummelten sich an dem schönen Sonnentag noch im Meer, andere schlenderten die Einkaufsmeile entlang oder gingen direkt zur Unterkunft zurück. 

Beim Abendbrot blieben wir an diesem Tag nicht so ausgiebig wie sonst, weil wir uns noch zu einem Abschlussabend auf der Dachterrasse zusammenfanden. 
Es war ein besonderer Abend, denn wir hörten passende Geschichten Bewegungen des Lebens und seinen Wegen. Jeder war in inniger Stille mit sich und den Prozessen, die ihn von der Reise in und durch das Vorgelesene angestoßen haben. 
Bei Kerzenschein in dunkler Nacht saßen wir noch in einer besonderen Atmosphäre zusammen, die uns nahe sein ließ. Ungern trennten wir uns dann doch, da zeitig am nächsten Tag der Wecker klingeln sollte. 

Mit einem Lächeln auf den Lippen
bis zum nächsten Teil 
© Eure Inga

Inselauszeit Teil 15 

Chakra 7 - Kronenchakra (Sahasrara) - Seminarende 

Unser letzter Tag war angebrochen und zugleich bedeutete es für einige die Heimfahrt. 

Das Yoga wurde an diesem Tag auf einen besonderen Ort und ungewöhnlichen Zeit gelegt. Gemeinsam trafen wir uns vor dem Haus mit Yogamatte und persönlichen Dingen. Die Sonne war noch nicht am Himmel aufgetaucht, denn wir wollten zum Kronenchakra, Sitz der höchsten Vollendung im Menschen, auch diesen letzten Tag in höchster Vollendung des Bewegungs-Spiel-Raumes abschließen. 

Hier kommt noch einmal zum Ausdruck wie gut durchdacht geplant und ausgeführt die ganze Woche war.

Wir marschierten in Richtung Meer, das nur wenige Meter von uns entfernt rauschte, los, fanden für uns den passenden Platz und richteten uns ein. 
Wie genial die Natur es dort eingerichtet hat, dass die Sonne aus dem Meer aufstieg, um uns und den Tag zu begrüßen und wir grüßten in unseren Yogahaltungen und Übungen zurück. Es ist immer wieder ein erhebendes Naturschauspiel, das jedes Mal anders ist, und man nie genug davon bekommt, aber uns leider zu wenig aufraffen können, diesem öfter bei zu wohnen. Doch zu diesem Zeitpunkt hatte es die Teamleitung für uns so organisiert und es fiel uns leicht. 

Das Kronenchakra das auch Scheitelchakra oder Tausendblättriger Lotus genannt wird und im Sanskrit Sahasrara was tausend, tausendfältig, tausendfach bedeutet, erscheint in einer Blüte von 960 Blättern in den Farben Violett auch Weiß und Gold. Es wird auch Scheitelzentrum genannt.

Die Vollendung, höchste Erkenntnis durch direkte innere Schau, Spiritualität, Erfahrung geistiger Welten, Selbstverwirklichung, Verbundenheit mit allem, Erleuchtung, Vereinigung mit dem All-Seienden, universelle Bewusstsein sind die Themen mit denen man sich beim siebten Chakra beschäftigen kann. 
Die Entwicklung der Persönlichkeit und das Bestreben Begrenzungen zu überwinden sind ein Markenzeichen dieses Chakras und der Menschen, die Bewusstheit durchs Leben gehen. Es ist ein Weg dorthin und kein starres Vorhandensein. Dazu sind viele entsprechende Fähigkeiten zu entwickeln, seine Potenziale zu leben und bestimmte Charakterzüge wie Durchhaltevermögen u.a.m. ihr eigen.

Das Großhirn und die Schädeldecke gelten als körperliche Zuordnungen und die Zirbeldrüse den Drüsen. Der Vokal M und der Ton H und das Mantra OM, Neptun als Planet gehören zum siebten Chakra. 

Es war ein besonderer Höhepunkt mit der aufsteigenden Sonne aus dem rauschenden Meer dort die Übungen zu praktizieren. Alle Sinne waren angesprochen und entsprechendes im Körper angeregt. Eine Körperreise rundete zum Abschluss das Ganze ab und brachte den Bewegungsspielraum zu seiner höchsten Vollendung.

So aufgeladen mit den unterschiedlichsten Energien gingen wir am Strand entlang, um anschließend unser letztes gemeinsames Frühstück einzunehmen.
Dort waren dann schon die Abreisenden in Gedanken an den Abschied, Organisatorisches, wie die letzen Sachen in den Koffer zu packen oder an den sicheren Flug und zu Hause. 
Abschied nehmen ist für jeden ein eigenständiges Ding. Doch wir blieben ja verbunden in unserer Wathsapp-Gruppe, wo zu Hause jeder seine Fotos teilte und hier auch Verwendung fanden. Dafür noch einmal meinen Dank an alle. 

Ich hatte das Glück, das ich mir ja organisiert hatte, noch bleiben zu können und am Abend in das nächste Seminar einzusteigen.  

Namaste 
© Eure Inga